Satzbau/Stil
Schachtelsätze
Lange und verschachtelte Sätze sind schwer verständlich – besonders, wenn versucht wird, so viele Informationen wie möglich in einem Satz unterzubringen. Es ist besser klar und prägnant zu formulieren und, vor allem bei Handlungsanweisungen, nur eine Aussage pro Satz zu machen.
Nominalstil
Nominalstil bezeichnet einen Schreibstil, bei dem der Schwerpunkt auf der Verwendung von Nomen liegt (z. B. "etwas zur Ausführung bringen"). Vor allem nichtdeutsche Muttersprachler haben oft Schwierigkeiten mit dem Verständnis von Texten, die vorwiegend im Nominalstil verfasst worden sind. Grund dafür sind die bedeutungsschwachen Verben, die mit den Nomen verwendet werden, z. B. "durchführen", "vornehmen" oder "ausführen". Die Verwendung von bedeutungsstarken Verben (Verbalstil) ist daher vorteilhafter.
- Nominalstil: "Einbau des Motors vornehmen"
- Verbalstil: "Motor einbauen"
Passiv
Passivkonstruktionen sollten vermieden werden, da auch sie zu Verständnisschwierigkeiten führen können. Der Urheber der Aktion wird in Passivsätzen meist nicht erwähnt, in manchen Sprachen muss diese Information für eine gelungene Übersetzung jedoch gegeben sein.
- "Der Betrieb wird überwacht." – wer oder was überwacht den Betrieb?
- "Die Daten werden für Wartungszwecke gespeichert." – wo werden die Daten gespeichert?

Satzbau/Stil








