
Die Geschichte der S2000M und ihre Aufgaben
Das Konzept für die S2000M entstand im Jahre 1976 in der AECMA (Association Européenne des Constructeurs de Matériel Aérospatial), heute aufgegangen in der ASD (AeroSpace and Defence Industries Association of Europe). Im militärischen Bereich gab es, im Gegensatz zur zivilen Luftfahrt, keine Standardisierung. Jede Luftwaffe arbeitete nach einer anderen nationalen Spezifikation.
Darüber hinaus war es üblich, für jedes neue Luftfahrzeug-Projekt speziell entwickelte Verfahren zu verwenden.
Es wurden also stets unterschiedliche Verfahren gleichzeitig angewendet. Dies führte zu immer größer werdenden Problemen und immer höheren Kosten für die Industrie und die militärischen Bedarfsträger. Im Juni 1981 kam es in Paris zu einer internationalen Konferenz, auf der vereinbart wurde, dass nach Möglichkeiten gesucht werden sollte, auf der Grundlage der ATA 200 eine harmonisierte Spezifikation für militärische und zivile Zwecke zu erstellen. Im Jahre 1984 begannen die Luftfahrtgesellschaften der ganzen Welt, zusammen mit der Industrie die "Specification ATA 200" in die "Specification 2000" umzuarbeiten.
Obwohl die ATA 200 und die spätere "Specification 2000" der AECMA als Grundlage für die Harmonisierungsarbeiten dienten, war es aufgrund unterschiedlicher militärischer Zielsetzungen und Forderungen nicht möglich, die zivile Spezifikation für den militärischen Bereich zu übernehmen.

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